Freie Spielstuben Allgäu im Sinne der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.
Die Kinderkrippen


Gesamtleitung und Verwaltung: Caroline Abt
Weiherstr. 20
87439 Kempten
Telefon: 0831-5123187
FAX: 0831-5123188
Email: Spielstubenverwaltung Caroline Abt

Kinderkrippen derzeit in Albris und Immenstadt


RuheraumViel wird derzeit gesprochen und debattiert über die Förderung und Schaffung von neuen Krippenplätzen in Deutschland.
Was von der einen Seite als «positiver Aufschwung» durch «flächendeckende Kleinkinderbetreuung» gesehen wird, weckt auf der anderen Seite die Befürchtung: der staatlich geförderte Ausbau der frühkindlichen Betreuung könne der Beginn einer anonymisierten Verwahrung von Kleinkindern sein.
Auch uns trifft manch skeptische Nachfrage, ob und warum wir nach der Erziehungskunst Rudolf Steiners eine solche Entwicklung unterstützen wollen.
Die Beweggründe, warum immer mehr Kinder vor dem Kindergartenalter in einer Einrichtung betreut werden sollen, sind sehr verschieden. Sie reichen vom Geld-Verdienen-Müssen der Alleinerziehenden über den Wunsch ein Studium fort- oder einzusetzen, bis hin zu dem Bedürfnis, Mutter und Kind, ja oft die gesamte Kleinfamilie, aus einer gewissen Isolation herauszulösen. Zudem fühlen sich immer mehr Eltern von ihrer Erziehungsaufgabe überfordert.

Weiß man jedoch um die unmittelbare Verbindung der Mutter mit den Lebenskräften des kleinen Kindes, ist es wohl angebracht, von unserer Seite aus darüber nachzudenken, was es bedeutet, wenn diese Beziehung früh schon gelockert wird. Darf man darüber hinweg gehen?

Andererseits: kann es sein, dass wir keine Antwort haben auf das Bedürfnis nach einer Kleinkinderbetreuung, und also diese Kinder gehütet werden sollen?
Wie diese Antwort derzeit aussieht, davon kann jeder Interessierte sich bei einem (angemeldeten) Besuch einen ersten Eindruck bieten.
Dass unsere Krippenräume nicht so ausgestattet sind, wie man es vielleicht erwartet hat, ruft nicht Einwände und Zweifel, sondern eher bewunderndes Erstaunen hervor. Betrachtet man nämlich einmal die Einrichtungs-Kataloge für KITAS, kann man sich einen Gruppenraum ohne Lernwände mit Fühlelementen – Spiegelwände zur Identitätsbildung – Zerrspiegel zur Anregung der Sinne – und Tastteppiche zur Wahrnehmungsschulung – kaum noch vorstellen.

Und bei uns?

In einer gemütlichen «Wohnstube» mit nicht-normiertem Spielzeug, dafür aber mit reichlich anheimelnden Ecken – zeigen wir uns da als nostalgische Vertreter einer vergangenen Zeitepoche oder ist es ein laienhafter Versuch, mit minimalistischer Ausstattung auszukommen?

Bei unseren Tagen der offenen Tür kommen viele Gäste mit kleinen und ganz kleinen Kindern und verbringen zum Teil mehrere Stunden bei uns. Eltern, die sich noch nie begegnet waren, sitzen zusammen und beobachteten stillvergnügt, wie ihre Kleinsten Töpfchen mit Kastanien füllen, den Puppenwagen schieben oder sich auf dem Schaukelpferd vergnügen.
Ein junger Papa wunderte sich darüber, dass seine Kinder es so lange »aushielten« und so friedlich spielten. »Jede Ecke lädt zum Verweilen ein«, bemerkte eine Oma.

Vielleicht kann von solchen Tagen ausgehend deutlich werden, wie wichtig der Versuch ist, gerade die Kleinsten vor dem Zugriff eines alles vereinnahmenden Förder-Wahns zu schützen und ihnen Spiel- und Lebensraum zu bieten, indem vor allem eines möglich ist: Spielen.

Cornelia Sommerlad

«Das Spiel des Kindes ist der erste und heilige Beruf des Menschen»
J.H. Pestalozzi


Die Freie Kinderkrippe Immenstadt

Leitung: Peter Greubel
Grüntenstraße 1
87509 Immenstadt
Telefon Spielstube: 08323-7643
Telefon Krippe: 08323-969487

Die Freie Kinderkrippe Albris

Leitung: Sarah Maria Pressl
Albris 231
87474 Buchenberg
Telefon Krippe: 08378 - 92344-0


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