Schmähartikel gegen die Freie Schule Albris im Internet


1. Juli 2012: Die Lokal-Presse interessiert sich für den Internet-Schmäh gegen die Freie Schule Albris.]
[ 11. Mai 2012] Inzwischen haben wir eine Gegendarstellung zu dem Artikel auf der Seite des «Humanistischen Pressedienets» verfasst.]


8. Mai 2012 In diversen Blogs, Newsportalen und Hilfeforen werden seit einiger Zeit von enttäuschten ehemaligen Eltern, Schülern und auch Mitarbeitern stark negativ eingefärbte Erzählungen über die Freie Schule Albris herumgereicht. Der Welt sollen endlich die Augen für alles das geöffnet werden, was den Schreibern an unserer Schule nicht passt.

Wohl die meisten Freien (v.a. Waldorf-) Schulen haben sich mit solchen Vorgängen auseinanderzusetzen. Das liegt in der Natur der Sache, die sie zu vertreten haben. Auch in der Freien Schule Albris geht es darum, ob Schule – im Interesse der Kinder – anders sein kann, als sie heute meist verstanden wird und eingerichtet ist. Neue Wege für Erziehung und Schule zu suchen heißt ja wohl auch, die sechsspurigen Autobahnen der herrschenden Meinung einmal in Frage zu stellen. Wie der Dieselmotor nicht von der Mehrheit der Kutschenfahrer, sondern von einem Rudolf Diesel erfunden wurde, so ist auch zum Beispiel die Idee der Freien Schule Albris eben die Entdeckung oder Erfindung eines Einzelnen. Dass dieser Einzelne nun Menschen sucht und gegebenenfalls auch findet, die diese neuartige Idee verstehen und realisieren wollen, liegt ja auf der Hand. Wer bei der Entwicklung einer neuen Art von Schule mitarbeiten will, muss aber sein Vorverständnis hinterfragen wollen, schon wenn er sich einer bestehenden Initiative anschließen, und überhaupt, wenn er selbst nach eigenen Wegen suchen will. Dass wiederum andere Leute mehrheitlich der Ansicht sind, die Menschheit brauche so etwas wie eine Freie Schule (zum Beispiel die Freie Schule Albris) gar nicht, oder auch meinen, selbst eine bessere Freie Schule als diese (oder jene) erfunden zu haben, kann man wohl als sicher voraussetzen. Wäre es anders, müsste man sich wohl fragen, was denn daran neu sein könnte.

Ein Versuch, Schule anders zu gestalten als man sie so kennt, wird bei manchen der vom heutigen Schul-Elend Betroffenen die Hoffnung wecken, dass er hier oder da endlich die Freie Schule nach seinem persönlichen Geschmack gefunden habe. Umso größer ist dann oft aber auch die Enttäuschung, wenn manche Wunschvorstellungen von der auserwählten Einrichtung doch nicht erfüllt werden (können). Wenn man bei fehlender Übereinstimmung aus guten Gründen nicht in die Normal-Schule zurückkehren will, kann sich die Enttäuschung in Erbitterung wandeln. – Ein wenig Nachdenken darüber, dass eine Schule als soziale Einrichtung mit einem bestimmten Profil bei bestem Willen es niemals allen recht machen kann, die an sie ganz persönliche Erwartungen haben, könnte schon helfen. Nun, wo dieses Nachsinnen ausbleibt, taugt neuerdings vor allem das ‹Web 2.0› der Online-Kommentare und Blogs, der News- und Bedürfnisportale dafür, dass man seinen Ärger über was auch immer mit allen anderen Frustrierten, Wütenden und Enttäuschten teilen darf.

Nun: Jeder hat hierzulande das gute Recht, seine Meinung öffentlich frei zu äußern. Ob die dabei aufgestellten Behauptungen objektiv richtig sind oder überhaupt eine reale Grundlage haben, spielt solange keine Rolle, als es sich um persönliche Urteile handelt und keine Beleidigungen enthalten sind. So sind eben auch manche Ansichten zu verstehen, die ehemalige Eltern, Schüler oder Mitarbeiter im Internet äußern.

Wir hatten zum Beispiel im September 2011 Herrn K., einen in anthroposophischen Einrichtungen ausgebildeten jungen Erzieher auf Probe eingestellt. Im Dezember wurde die Probezeit von unserer Seite beendet. Bei Herrn K. zeigte sich, dass er nicht bereit war, an der Verwirklichung unserer Idee von freier Schule mitzuarbeiten. Muss man ja auch nicht. Wenn man wie er in anthroposophischen Initiativen mitarbeiten möchte, aber deren jeweilig eigenen Weg nicht respektieren will, so wird man halt seine Arbeitsstelle öfters zu wechseln haben. Man könnte statt dessen  ja selbst eine Schule zu gründen versuchen, um seine Vorstellungen von Erziehung zu realisieren. – Leider vergeudet Herr K. derzeit seine  wertvollen Kräfte mit einer groß angelegten Externer Link Schmähkampagne gegen unsere Schule. Über die tieferen Gründe solcher Enttäuschten, sich vor allem gegen den Studienkreis und Sigurd Böhm als Leiter des Studienkreises zu stellen, haben wir auch eine Auffassung ...

Das meiste, was im Internet an Klageliedern und Schmähkritik zum Beispiel über uns verbreitet wird, kann man selber mit ein wenig oder etwas mehr Humor übergehen. Wenn man sich Externer Link Esowatch›, Externer Link Schulradar›, Externer Link hpd› oder andere Portale genauer ansieht, wird man deren Informationswert wohl auch kritisch (Externer Link ‹Schulradar› 1, Externer Link Schulradar 2| Externer Link Esowatch) sehen können.  Wer sich aber im Internet erstmals zum Beispiel über uns informieren will, wird auch gerade solchen ‹kritischen› Urteilen nachgehen wollen. Ob er diese dann selber kritisch überprüft, ist eine andere Frage. Umfragen zufolge glauben 60% der Internetnutzer, dass das, was sie in Blogs und Newsforen lesen, schlicht wahr ist. Und ungeprüfte Behauptungen und negative persönliche Urteile verbreiten sich am schnellsten, denn jeder kann sie auf der Jagd nach ein paar mehr Klicks auf seine Netzseiten einfach übernehmen. – Das alles gehört zu der Frage, wie die Schule die vielbeschworene und eben weithin vermisste ‹Medienkompetenz› vermitteln kann ...

Fazit: Den Humor darf gerade eine Schule nicht verlieren. Werden aber in Meinungsaussagen Beleidigungen und unwahre Tatsachenbehauptungen hineingemischt, so können die Betroffenen dagegen vorgehen. Wir prüfen derzeit diese Möglichkeit.

Redaktion

Links:
Website des Herrn K: Albris-Leaks
(Die Dokumente dort sollen enthüllen, dass der Studienkreis eine Sekte sei. Man lese halt selbst. Oder informiere sich vor Ort. Vgl. dazu auch unsere Stellungnahme den den Fragen der Allgäuer Zeitung, die die Behauptungen des anonym auftretenden Herrn K. mit eigenen Recherchen würdigt.)
Externer Link hpd
Externer Link Esowatch
Externer Link kritische Bemerkungen zu Esowatch
Externer Link Schulradar
Externer Link Kritisches zu ‹Schulradar› (Link 2)


Unsere Gegendarstellung zu dem Artikel auf www.hpd.de und anderen Newsforen
Diese Gegendarstellung als pdf
Die Freie Schule Albris und die Presse


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