Seite 12 - 2013.11.29_Schulbroschüre_web

Basic HTML-Version

10
|
Kurzinformation
Die Freien Spielstuben Allgäu
in der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.
Krippen und Spielstuben in Kempten, Hirschdorf, Memmingen und Immenstadt
Dem Wesen des Kindes Rechnung tragen
Erzieher müssen günstigste Umgebung schaffen
Die Erziehungskunst Rudolf Steiners geht von dem sich individuell entwickelnden Wesen des Kindes aus
und diesem hat der Erzieher Rechnung zu tragen. Es geht also nicht um fertige Programme und Methoden,
sondern darum, was das einzelne Kind für seine gedeihliche Entwicklung braucht. «Das Spiel des Kindes ist
der erste und heilige Beruf des Menschen.» (J.H. Pestalozzi) Das Kind bis zum siebten Lebensjahr entwickelt
sich im Spiel, es gibt sich vollständig seiner Umgebung hin und sucht sich diese anzueignen. Alles, was die
Erwachsenen tun, will das Kind im Spiel nachleben. Die Kinder bauen Häuser, werden zu Handwerkern,
Krankenschwestern und Landwirten. Sie bedürfen dabei keiner vorgefertigten Spielmaterialien. Im Nu wird
aus zwei Stühlen, einem Tuch und einem Seil ein Abschleppwagen. Diesem elementaren Bedürfnis Rech-
nung zu tragen, ist die Aufgabe des Erziehers. «Jede Erziehung ist Selbsterziehung – und wir sind als Lehrer
und Erzieher nur die Umgebung des sich selbst erziehenden Kindes. Wir müssen die günstigste Umgebung
abgeben, damit an uns das Kind sich so erzieht, wie es sich durch sein inneres Schicksal erziehen muss.»
(Rudolf Steiner) Nicht Frühförderung oder Beschäftigung ist das Ziel, sondern die Arbeit so einzurichten,
dass sie sich an den Kindern orientiert und die Kinder sich an ihr orientieren können. So helfen z.B. die
Kinder mit, das Essen zu bereiten und den Abwasch zu besorgen. Auch das ist Spiel.