Seite 9 - 2013.11.29_Schulbroschüre_web

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Das Schulspiel
Auch wenn der gemeinsame Bildungsgang von der ersten bis zur zwölften Klasse für viele zunächst utopisch
scheinenmag, kann in einer allseitigen Bildung auf den individuellen Anspruch eingegangenwerden. Allerdings
erfordert der gemeinsame Bildungsgang, dass der intellektuelle Unterricht fortwährend in die künstlerisch
geartete Anschauung übergeführt wird, wodurch allein der Wissensstoff zum Erlebnis des ganzen Menschen
werden kann. Ein wesentlicher Faktor dafür sind die
Schulspiele
, denn «... der Mensch spielt nur, wo er in
voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.», wie bereits Friedrich
Schiller in seinen «Briefen über die ästhetische Erziehung» erläutert hat. So wird das Spielen während der
ganzen Schulzeit immer
wieder geübt. Solche
Schulspiele sind u.a.
das
Weihnachtsspiel;
im Frühjahr das Spiel
der achten Klasse als
Abschluss und Finale der
achtjährigen Klassenleh-
rerzeit. Und im Juli be-
schließen die Schüler der
zwölften Klasse mit dem
Höhepunkt ihres großen
Spiels den gemeinsamen
zwölfjährigen Weg.
Szene aus dem Schulspiel «Faust» von Goethe, 12. Klasse 2009